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Schulchronik und Ausbildungsziele

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Die drei Ideale der Musashi-Schule

  1. Die unserem Volksideal entsprechend die Fähigkeiten besitzen, die östliche und westliche Kultur miteinander zu verbinden.
  2. Die auf internationaler Ebene wichtige Beiträge leisten können.
  3. Die in der Lage sind, selbstständig zu forschen und zu denken.

Die Musashi-Schule wurde 1922 als 7-jährige Oberschule für Jungen nach dem alten Schulsystem gegründet. Die Überzeugung des Unternehmers und späteren Gründers Kaichiro Nezu, „dass der Wohlstand eines Staates von der Jugenderziehung abhängt" und, dass „durch Unternehmen erzielter Gewinn der Gesellschaft zurückgegeben werden soll," bewegten ihn zur Gründung der Schule. Die Musashi-Schule war die erste 7-jährige Oberschule, die aufgrund des japanischen Oberschulgesetzes von 1918 gegründet wurde.

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Trotz der begrenzten Schülerzahlen, worauf die Schule großen Wert legte, absolvierten in den ersten 23 Jahren über 2000 Schüler die Schule. Nach dem Krieg erfolgte die Bildungsreform, die die bisherigen Oberschulen aufhob. 1948 wurde die Musashi-Oberschule neu gegründet und ein Jahr darauf auch die Musashi-Mittelschule. Seitdem dauert die Schule nicht mehr 7, sondern insgesamt 6 Jahre (3 Jahre Mittelschule und 3 Jahre Oberschule). Im gleichen Jahr wie die Musashi-Mittelschule, wurde 1949 auch die Musashi-Universität gegründet. Die Universität, die Oberschule und die Mittelschule werden zusammen als „Musashi-Gakuen" bezeichnet. Da die Oberschule und die Mittelschule quasi als eine Schule funktionieren, die im gleichen Gebäude untergebracht sind, wird 6 Jahre durchgehend unterrichtet. So kann man sagen, dass „Musashi-Gakuen" in Wirklichkeit aus zwei Bildungsanstalten besteht. Während viele Oberschulen nach dem Krieg durch die Bildungsreform in Universitäten umgewandelt wurden, entschied sich die Musashi-Schule dafür, weiterhin als Oberschule zu existieren. Diese Entwicklung der Schule prägte dementsprechend auch nachhaltig den Schulcharakter. Deshalb wird die Musashi-Schule heute in Japan als einzigartig und besonders angesehen.
Wir messen den „drei Idealen" nach wie vor große Bedeutung zu. Sicher sollte man heutzutage bei der Benutzung des Wortes „Volk", das in dem ersten Ideal vorkommt, vorsichtig sein. Doch ist es heute wichtiger denn je, verschiedene Kulturen zu verstehen und sich mit ihnen gegenseitig auszutauschen bzw. sie anzuerkennen. Das zweite Ideal hat zum Ziel, Schüler auszubilden, die auf internationaler Ebene eine aktive Rolle spielen können. Gerade in einer Zeit, in der es selbstverständlich ist, die Welt aus einer internationalen Sicht zu betrachten, wird dieses zweite Ideal, das sich mit dem ersten gegenseitig ergänzt, den Schülern wegweisend sein. Das dritte Ideal bezieht sich anders als die beiden anderen auf die Lebenseinstellung im Alltag. Um als selbstständige Person handeln zu können, ist dieses dritte Ideal nach wie vor sehr wichtig. Die Lehrer versuchen den Schülern zu vermitteln, in eigener Regie zu forschen und nachzudenken. Diese drei Ideale bilden quasi die drei Säulen der Musashi-Schule.

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Aufgrund dieses Denkens, dass auf das eigenständige Handeln der Schüler großen Wert legt, gibt es an der Musashi Schule keine Schulregeln, z.B. in Bezug auf Kleidung, Frisur, persönliche Dinge, wie es an japanischen Schulen sonst üblich ist. Das heißt aber nicht, dass es „gleichgültig" ist, sondern, dass jeder Einzelne selber darüber entscheiden soll. In manchen Fällen sind die Schüler sicher auch auf den Rat der Lehrer und Eltern angewiesen. Aber wie bereits erläutert, soll grundsätzlich jeder einzelne Schüler selber nachdenken und die Entscheidung treffen. Wegen dieser Denkweise wird die Musashi-Schule häufig als eine „freie" Schule bezeichnet. Die Grenze zwischen gegenseitigem Respekt in Freiheit und Laissez-faire ist jedoch nicht immer eindeutig und stellt eine schwierige Aufgabe dar. Doch wir denken, dass es keine gute Erziehung ist, alles zu erlauben, um dieses Problem zu umgehen oder umgekehrt durch lauter Schulregeln den Schülern keinen Freiraum zu lassen.
Der Unterricht an der Musashi-Schule ist auf 6 Jahre angelegt. In den unteren Klassen wird versucht den Schülern die Bedeutung des Lernens beizubringen. Das heißt, dass die Schüler nicht bloß auswendig lernen sollen, was der Lehrer sagt. Sie sollen entdecken, dass es Spaß macht, selber Fragen zu finden und sie zu beantworten. Diese Einstellung zum Lernen wird den Schülern ihr ganzes Leben lang in verschiedenen Situationen hilfreich sein. In den oberen Klassen wird der Unterricht systematischer gestaltet, so dass die Schüler am Ende der 6. Klasse auch über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten für die Aufnahmeprüfung der Universität verfügen. Auf diese Weise versuchen wir einerseits die Schüler auf die Aufnahmeprüfung der Universität vorzubereiten. Aber andererseits legen wir großen Wert auf eine nachhaltige und aufschlussreiche Erziehung und Bildung für das ganze Leben. So hoffen wir, dass die 6 Jahre an unserer Schule für die Schüler eine wichtige Basis für ihr späteres Leben bilden werden.

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Das Lernen im Unterricht ist nicht allein die Vorraussetzung für ein reichhaltiges Leben. Deswegen halten wir die aktive Teilnahme an Klubaktivitäten an der Schule auch für sehr wichtig. Die Teilnahme ist zwar nicht obligatorisch, aber wir fördern sie so weit es geht. In der Hoffnung, dass möglichst viele Schüler auch außerhalb der Schule selbständig aktiv arbeiten, gibt es ein Förderungssystem für solche Forschungsprojekte. Sicher kommt es bei Aktivitäten, die die Schüler selber unternehmen, häufiger vor, dass manche Aktionen im nachhinein umsonst erscheinen oder sogar fehlgeschlagen sind (im Vergleich zu Aktivitäten geleitet von Lehrern). Man darf jedoch nicht vergessen, dass diese das Ergebnis von eigenständigem Handeln in eigener Verantwortung sind. Insofern werden auch diese misslungenen Aktionen für die Schüler sicher sehr wertvolle Erfahrungen sein. Für uns sind Schüler, die viele wertvolle Fehler machen, gute Schüler, nicht Schüler, die gar keine Fehler machen. Wir hoffen sehr, dass viele solcher Schüler in Zukunft unsere Schule besuchen werden, und die gute Tradition der Schule fortsetzen werden.

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